Auge intakt? Rot Grün Sehen
Auf dem letzten Bild dieser Serie sind rote und grüne Punkte auf einen grünen Hintergrund gemalt. Es handelt sich also oberflächlich betrachtet um einen Test, um Rot-Grün-Schwäche zu ermitteln.

Die grünen Punkte in der Mitte zweigen zwei Ziffern, nämlich die Zahl "50". Über der Bildebene liegen vier Begriffe: "mittelmaß", "nullnull", teilweise" sowie der Wortteil "rgebnis". An diesem Wortfragment erkennt man, dass es sich um den rechten Teil eines Dyptichons handelt, also eines Bildes, dass aus zwei Teilen besteht. Im folgenden ist das Gesamtbild zu sehen:

Die Kreise im Bild gewinnen durch die Verknüpfung an Bedeutung. Es handelt sich um eine optische Illusion. Der innere Kreis der linken Hälfte ist exakt so groß wie der äußere Kreis der rechten Hälte.
So wie diese optische Illusion nur durch den Vergleich zweier Bilder klar wird, verhält es sich auch mit den beiden Bildteilen. Das Besondere ist, dass die Farbigkeit der Punkte (also Rot und Grün-Farbwerte) auf beiden Bildern exakt identisch ist. Also: das Rot links gleicht dem Rot auf der rechten Seite. Für Normalsichtige sieht es jedoch aufgrund des farbigen Hintergrundes verschieden aus. Im Gegensatz dazu lassen sich Menschen mit Rot-Grün-schwäche hier nicht täuschen.

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Warum können manchen Menschen Rot und Grün nicht unterscheiden?
Als "Rot-Grün-Schwäche" bezeichnet man eine vererbte Schwäche des Auges. Die Betroffenen können die Farben Rot und Grün nicht so gut unterscheiden wie die Mehrheit der Bevölkerung. Es gibt zahlreiche Abstufungen einer Rot-Grün-Schwäche. Nur wenn man beide Farben gar nicht wahrnehmen kann, spricht man von einer "Rot-Grün-Blindheit" ("Daltonismus", nach dem Entdecker John Dalton), die jedoch nur sehr selten auftritt.
Ursache für eine Rot-Grün-Farbschwäche ist ein "genetischer Defekt". Eine Rot-Grün-Schwäche ist somit angeboren. Die Sequenzen für das Farbensehen (Rot und Grün) liegen auf dem X-Chromosom. Wenn durch Cross-Over eines diese Gene defekt ist, springt im Prinzip das auf dem komplementären Chromosomen-Paar ein. Allerdings fehlt bei Männern dieses zweite X-Chromosom (stattdessen Y-Chromosom). Daher sind statistisch gesehen fast nur Männer von einer Rot-Grün-Schwäche betroffen. In Deutschland sind es ca. 5% der Männer, nach anderen Quellen sogar 9%. Mehr erfahren ...
Alle Bilder dieser Serie ("Farbtests")
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